Zwischen Nachhaltigkeit und Konsum – So erreichen Onlineshops die Generation Z

GenZ Personalization in Online Shops

Die erste Generation, die mit Digitalisierung aufgewachsen ist und nahezu immer einen mobilen Internetzugang in der Tasche hat – die Rede ist von der Gen Z. Ihre Realität ist stark mit der digitalen Welt verschmolzen, was sich nicht zuletzt auf ihr alltägliches Leben auswirkt. Gerade wenn es um Kaufentscheidungen geht, steht die Generation Z vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Zu viele Möglichkeiten und Informationen offenbaren sich täglich auf Social Media und Co. Gerade Content von Influencern beeinflusst die Generation Z nachhaltig. Auf der anderen Seite bleibt ihnen aber zu wenig Zeit, um die Informationsflut in Ruhe zu verarbeiten und den bestgeeignetsten Artikel für ihre Bedürfnisse zu evaluieren. Außerdem kommt zusätzlich der Druck hinzu, stetig zu versuchen, Nachhaltigkeit und Konsum unter einen Hut zu bringen. Wir geben euch drei Tipps, worauf es bei der Ansprache der Gen Z ankommt und wie man ihr bei der Kaufentscheidung unter die Arme greifen kann, um sie zu Bestandskunden zu konvertieren.

Tipp 1: Personalisierter Online Shop 

Wenn es eines gibt, das die Gen Z kollektiv ablehnt, dann ist es ein One-size-fits-all-Ansatz. Durch den hohen Entscheidungsdruck ist ihr ein personalisiertes Angebot besonders wichtig. Außerdem ist sie enorm sprunghaft. Ihre Aufmerksamkeitsspanne beträgt nicht einmal eine Sekunde. Produktempfehlungen, die ihren Interessen entsprechen, sind also essentiell. Außerdem sind auch alternative Recommendations immer wichtig, so springen sie nicht sofort wieder ab, wenn ihnen der Artikel doch nicht gefällt oder er zum Beispiel in der richtigen Größe vergriffen ist. 

Zudem legt die Gen Z sehr viel Wert auf die Meinung von Freunden und Familie. Sie springen im Gegensatz zu anderen Generationen auf Word of mouth Marketing ganz besonders stark an. Social Share Möglichkeiten werden von ihnen deshalb sehr gerne genutzt und sollten unbedingt vorhanden sein. 

Nicht nur die Meinung von Bekannten beeinflusst die Generation Z, auch Influencer können ihre Entscheidung maßgeblich verändern. Influencer Marketing ist demnach von Vorteil, allerdings müssen die Kampagnen auf der Website verlängert werden – denn wie bereits erwähnt, ist die Zeit der Gen Z häufig begrenzt und eine komplizierte Suche nach dem beworbenen Produkt führt schnell zu Ärgernis.

Tipp 2: Allgemeine Transparenz und Nachhaltigkeit klar kommunizieren

Für Unternehmen gibt es mittlerweile zahlreiche Methoden, den grünen Fußabdruck zu verbessern. Das kann zum Beispiel der Wegfall von kostenloser Retour sein, ein Aufpreis für eine Lieferung mit Elektrofahrzeug oder auch Zertifikate für genutzte Materialien in den Produkten. Für die Gen Z ist es besonders wichtig, dass diese Maßnahmen nicht nur leere Versprechen sind. Deshalb darf eine klare Kommunikation über die getroffenen Maßnahmen auf keinen Fall fehlen. 

Wie sich unschwer erkennen lässt, ist der Generation Z Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Vertrauen sehr wichtig. Sie fordern völlige Transparenz, nicht nur was den grünen Fußabdruck betrifft. Auch allgemeine Informationen über die Lieferung oder über die Zahlungsmethoden, sowie Produktbewertungen sind entscheidend für einen Kauf. Alles in einem wird eine klare Markenidentität mit deutlicher Kommunikation von der Gen Z enorm wertgeschätzt.

Tipp 3: Verknüpfung zwischen stationärem Handel und Onlineshop

Obwohl die Gen Z sehr online affin ist, schätzt sie den stationären Handel gleichermaßen. Die Generation Z shoppt nämlich ganz nach dem Motto “Research online, purchase offline" – Der Online Shop wird zur Inspiration genutzt, um anschließend vor Ort den Artikel anzuprobieren. Nicht zuletzt wegen des kompetenten Kundenservices, den sie ganz besonders zu schätzen wissen. Heutzutage haben Online Händler die Möglichkeit, diesen auf ihrer Website zu adaptieren. Das funktioniert beispielsweise mit Chatbots oder auch durch persönlichen Kundenservice für komplizierte Anliegen. 

Da sie gerade kurz vor dem Eintritt ins Berufsleben steht, spielt der Faktor Preis bei ihrer Auswahl eine entscheidende Rolle. Retailer sollten ihnen deshalb die Möglichkeit anbieten, Treuepunkte sammeln zu können (zum Beispiel über eine Kundenkarte). Durch die online oder stationär gesammelten Punkte erhalten sie einen Rabatt und können so sparen.

Fazit

Möchten Retailer die Gen Z als Stammkunden gewinnen, stehen sie zunächst vor der Herausforderung, ihre Bedürfnisse zu verstehen und ihnen anhand derer beim Einkaufsprozess unter die Arme zu greifen. Dabei ist der Gen Z eine klare Markenbotschaft, Transparenz und Nachhaltigkeit wichtig. Gleichzeitig möchten sie aber auf nichts verzichten müssen. Da sie den Einkauf im stationären Handel nach wie vor genauso wertschätzen wie das Shopping im Internet, ist eine Verknüpfung ebenfalls wichtig. Beachten Retailer diese wenigen Punkte, steht ihnen nichts mehr im Wege, die Gen Z zu Bestandskunden zu konvertieren.

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